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Die Privatgemächer

Wie sich durch ein einfaches Ausschlussverfahren leicht ermitteln lässt, konnten die Privatgemächer des antiken Palastes nur im nordwestlichen Kopfbau gelegen haben. Dieses Gebäude lag direkt gegenüber den Triclinia und in einer Nord-Süd-Flucht mit dem hauseigenen Bad. Zudem war es in den Sommermonaten immer von einem kühlenden Hauch umgeben, sodass man dort besonders gut durchlüften konnte. Ebenso wie der Nordostbau und das Bibliotheksgebäude wird auch der nordwestliche Kopfbau mit den Privatgemächern über ein Erd- und ein Obergeschoss verfügt haben, die beide durch ein Treppenhaus miteinander verbunden waren.

Das Bild oben zeigt ein Cubiculum, also ein Schlafzimmer im Obergeschoss des Nordwestbaus mit Zugang zum Balkon, der sich U-förmig um Nord-, West- und Südseite spannte und in den späten Nachmittagsstunden zum angenehmen Verweilen einlud. Damit es den hier lebenden Herrschaften an nichts fehlte, gab es einen Oberkammerdiener, den sogenannten decurio cubiculariorum, dem weitere Kammerdiener, Zofen und Mägde unterstanden, die sich innerhalb der Privatgemächer stets in der Nähe des Hausherrn und seiner Familie aufhielten und auf Wunsch sofort zur Stelle waren.